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Deutsche Postbank halten


30.07.2008
Hamburger Sparkasse

Hamburg (aktiencheck.de AG) - Christian Hamann, Analyst der Hamburger Sparkasse, stuft die Deutsche Postbank-Aktie (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) von "verkaufen" auf "halten" herauf.

In der Postbank seien 1990 die bis zu diesem Zeitpunkt von der Deutschen Bundespost angebotenen Bank-Dienstleistungen gebündelt worden. Der vertriebs- und produktseitigen Neuausrichtung des Unternehmens sei im Jahr 1995 die Erteilung der Vollbanklizenz gefolgt, die einen weiteren Ausbau der Produktpalette ermöglicht habe. Mit der Übernahme der DSL Bank 1999/2000 sei der bisherige Geschäftsschwerpunkt - das Einlagengeschäft - um das Kreditgeschäft erweitert worden. In 2001 sei die Übernahme der BHF Holdings Inc. (USA) erfolgt. Ziel dieser Transaktion sei es gewesen, das globale Logistikgeschäft der Deutschen Post auf der Finanzierungsseite besser begleiten zu können. Durch den Kauf des BHW zähle der Konzern mittlerweile rund 15 Mio. Kunden.

Mit einer Bewertung in Höhe des 1,7-fachen Buchwertes sei die Aktie nicht mehr hoffnungslos überteuert. Der Kursverfall der letzten Wochen dürfte auf der Erkenntnis vieler Marktteilnehmer basieren, dass eine Übernahme auf dem derzeitigen Bewertungsniveau auch aufgrund einer zu teuren Streubesitzabfindung (mindestens Dreimonatsdurchschnittskurs) für kaum einen Käufer wirtschaftlich sinnvoll darstellbar sei. Auf Basis mittelfristig realistischer Eigenkapitalrenditen würden die Analysten einen fairen Wert von 42 EUR pro Aktie sehen, was dem 1,6-fachen Buchwert entsprechen würde.

Aufgrund des stark eingegrenzten Abstands zum "fairen Wert" stufen die Analysten der Hamburger Sparkasse die Aktie der Deutschen Postbank von "verkaufen" auf "halten" hoch. (Analyse vom 30.07.2008) (30.07.2008/ac/a/d)


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